Systembeschreibung Zaunsicherung mit Intelli-FLEX

1.0 Intelli-FLEX ist ein Einbruchmeldesensorsystem für das Freiland.

Dabei wird ein passiver koaxialer Kabeldetektor zur Erfassung von Einbruchversuchen verwendet. Diese auf Störungen reagierenden Sensorkabel werden an der bestehenden Umzäunung angebracht. Die Kabel fühlen jede Vibration des Zaunes, die durch Klettern, Schneiden oder sonstige Beeinträchtigungen des Zaungeflechts verursacht werden.

Jeder Intelli-FLEX-Prozessor ist für die Überwachung der Sensorkabelaktivitäten für eine oder zwei Zonen erforderlichen Elektronik ausgestattet und zeigt über Relaiskontakte den jeweiligen Alarm- und Überwachungsstatus an.

Merkmale

* Einfache Montage
* Kostengünstige, hochgradig ansprechempfindliche Sensorkabel mit konstanter Empfindlichkeit.
* Mikrocontrollergestützter Prozessor entspricht dem neuesten Stand der Technik
* Konfigurationsparameter können leicht den spezifischen Überwachungsaufgaben angepasst werden.
* Abnehmbares Programmiermodul
* Unterscheidet zwischen einbruch- und wetterspezifischen Ereignissen
* Blitz-, EMV- und HF-Schutz
* Getrennte Alarmrelaiskontakte für Einbruch und Überwachung in jeder Zone
* Sabotagesensor
* Spannungsstabilisiertes Ladegerät - Versorgt den Prozessor mit 13,5 V GS und lädt  die Batterie
* 12 V GS Gel-Zellen-Batterie für 8 Std. batteriegestützten Betrieb

Reservestromversorgung

* Gleichspannungswandler mit breitem Spannungsbereich für zentral Stromversorgung größerer Installationen

2.0 Grundlegende Aspekte des Betriebs

Das Intelli-FLEX-System verwendet ein vibrationsempfindliches Sensorkabel zur Erfassung von Einbruchversuchen. Das Sensorkabel verhält sich wie ein langgestrecktes Mikrofon. Es kann überall dort eingesetzt werden, wo ein Eindringen in einen Sicherheitsbereich Geräusche verursacht.
An einer Umzäunung angebrachte Sensorkabel werden durch Vibrationen Zaungeflecht angeregt. Die durch diese Bewegungen erzeugten Signale werden ständig vom Intelli-FLEX Prozessor ausgewertet, der bestimmt, ob ein Alarm ausgelöst werden soll.
Die Bewegung des Zaunes kann auf einen Eindringling zurückzuführen sein, der versucht, in das Gelände einzudringen, indem er über den mit einem Sensorkabel ausgestatteten Zaun klettert oder diesen durchschneidet. Die Bewegung kann
aber auch wetterbedingt sein.
Das System überwacht darüber hinaus die Versorgungsspannung, die Prozessor anliegt. Wesentliche Schwankungen in der Stromversorgung lösen einen Überwachungsalarm aus.
In den meisten Anwendungsbereichen wird der Prozessor vom Anwender für einen optimalen Betrieb selbst programmiert. Darüber hinaus kann vom Hersteller bei außergewöhnlichen Anwendungen die Firmware modifiziert werden.

Adaptive Signalverarbeitung über Sensorkabel Intelli-FLEX

Der Intelli-FLEX-Prozessor überwacht ständig die von den Sensorkabeln
ausgegebenen Signale und wertet diese aus. Zur Vermeidung von unerwünschten
Meldungen kompensiert das System die Signale, die durch Wind und Regen
entstehen.

Einbrucherfassung

Einbruchversuche an Maschendrahtzäunen können in drei Kategorien aufgegliedert werden:

* Durchschneiden - Ein Einbrecher versucht, sich in einen gesicherten Bereich Zutritt zu verschaffen, indem er die Zaunmaschen
   aufschneidet und so eine Öffnung zu bildet, durch die er sich Zutritt verschaffen kann.

* Überklettern - Der Einbrecher versucht, sich in einen gesicherten Bereich Zutritt zu verschaffen, indem er den Zaun überklettert.

* Unterkriechen - Der Einbrecher versucht, sich in einen gesicherten Bereich Zutritt zu  verschaffen, indem er das Zaungewebe  
  anhebt und darunter hindurch kriecht.

Das Intelli-FLEX-System erkennt diese Szenarios und kann zwischen diesen und umweltbedingten Einflüssen unterscheiden.

Durchschneiden

Der Prozessor erfasst den Versuch eines Eindringlings, den Zaun zu durchschneiden, wenn

• die Anregung des Sensorkabels ausreicht, den voreingestellten Schwellwert für Durchschneiden zu überschreiten.

• die Anzahl der Schnitte, deren Intensität den Schwellwert überschreiten, größer ist, als ein voreingestellter Zähler.

• der voreingestellte Schneideversuchzählwert innerhalb eines voreingestellten Zeitfensters überschritten wird.

Beim Durchschneiden des Zaungewebes wird ein Energieimpuls erzeugt, der über dem entsprechenden Schwellwert liegt. Jedes Mal, wenn der Schneideschwellenwert überschritten wird, wird eine Schneideereignis gezählt. Der Schneidevorgang aktiviert den Schnittzähler. Sobald der Zähler die voreingestellte Zahl von Schnitten innerhalb des festgelegten Zeitfensters erreicht, meldet das System einen Einbruchversuch.
Wird die voreingestellte Zahl von Schneideversuchen nicht innerhalb des voreingestellten Zeitfensters erreicht, wird der Zähler auf Null zurückgesetzt.

Überklettern und Unterkriechen

Das System erfasst den Eindringling, der versucht über den Zaun zu klettern oder darunter hindurch zu kriechen, wenn

* die Anregung des Sensorkabels ausreicht, den voreingestellten Kletterschwellenwert zu überschreiten

* der Kletterschwellenwert für die Dauer einer voreingestellten Zeit, der sogenannten Kletterzeit, überschritten wird.

* sich die Kletterzeit innerhalb des voreingestellten Zeitfenster (Zeitrahmen) anhäuft.

Wenn ein Einbrecher versucht, den Zaun zu überklettern, verursacht er mit seinen Händen und Füßen über einen gewissen Zeitraum sich in schneller Folge wiederholende Geräusche. Das Anheben des Zauns, um darunter hindurch zu kriechen, erzeugt ein ähnliches Signal.
Der erste Kontakt aktiviert einen Kletterversuchzähler. Eine vorgegebene Anzahl von Klettersignalen müssen sich innerhalb eines voreingestellten Kletterzeitfensters ergeben, damit das System einen Einbruchversuch anzeigt. Wird der voreingestellte Wert für den Kletterzähler eines vorgegebenen Zeitfensters nicht erreicht, stellt sich der Zähler auf Null zurück. Bei einem Überschreiten des Wertes meldet das System einen Einbruchversuch.

Systemüberwachung

Das Intelli-FLEX-System überwacht sich selbst hinsichtlich folgender Kriterien:

* Eine Schwankung des Überwachungsstroms im Sensorkabel hervorgerufen durch:
* Beschädigung des Sensorkabels
* eine defekte Spleißstelle
* ein defekter Leitungsabschluss
* Stromausfall oder zu geringe Versorgungsspannung
* offene Tür des Prozessorgehäuses

In diesen Fällen löst das Intelli-FLEX-System einen Überwachungsalarm (Störungsalarm) aus. Anders als bei einem Einbruchalarm, der sich nach der Erfassung zurücksetzt, bleibt der Überwachungsalarm aktiv, bis das Problem behoben ist.

Überwachungsstromschwankung in der Sensorkabelleitung

Am Ende des Sensorkabels ist ein Leitungsabschlusselement angebracht, das zur Überwachung einen niedrigen Gleichstrom durch die gesamte Länge des Sensorkabels schickt (Ruhestromüberwachung). Überschreitet dieser Strom die vorgegebenen Grenzen, wird für die Zone ein Überwachungsalarm ausgelöst.

Beschädigte oder defekte Komponenten

Weisen das Sensorkabel, das Zuleitungskabel, eine Spleißstelle oder ein Leitungsabschluss eine Beschädigung oder einen Schnitt auf, wird ein Überwachungsalarm ausgelöst. Ist der Leitungsabschluss defekt oder beschädigt, dann schwankt der Überwachungsstrom und löst ebenfalls einen Überwachungsalarm aus.

Stromausfall

Ein Spannungssensor überwacht die interne 12-Volt-Leitung und signalisiert dem System, wenn die Gleichstromspannung zu niedrig ist. Fällt die Spannung ab, bleibt jedoch über einem Mindestwert, so löst das System in beiden Zonen einen Überwachungsalarm aus. Unter diesen Voraussetzungen behält das System die normale Alarmbereitschaft für die Zonen bei.

Abschaltung bei niedriger Gleichstromspannung

Fällt die Gleichspannung der internen 12-Volt-Leitung unter den für denb verläßlichen Betrieb des Systems erforderlichen Spannungswert, werden die Alarm- und Überwachungsrelais für beide Zonen aktiviert, und das gesamte System schaltet sich ab. Sobald die Gleichspannung der 12-Volt-Leitung mindesten 11 V GS erreicht, wird der Zustand aufgehoben und das System nimmt den Betrieb wieder auf.

Sabotage

Über einen Festkörpersensor erfasst das Intelli-FLEX-System, ob die Gehäusetür
offen ist. An der Gehäusetür ist einMagnet angebracht, der sich bei geschlossener Tür in der Nähe des am Prozessor befindlichen Sabotagesensors (Hall-Sensor) befindet.
Beim Öffnen der Gehäusetür wird der Magnet vom Sensor fort bewegt. Dieser Zustand löst in den an den Prozessor angeschlossenen Zonen einen Sabotagealarm aus. In diesem Alarmzustand behält das System die normale Alarmbereitschaft für die Zonen bei.

3.0 Systemkomponenten

Abbildung 3-1

Jedes Intelli-FLEX-System ist ein eigenständiges Detektionssystem Abbildung 3-1 Intelli-FLEX-Systemdiagramm

Das Intelli-FLEX-Basissystem besteht aus den folgenden Komponenten:

* Intelli-FLEX-Zweizonen-Prozessor
* Sensorkabel
* Unempfindliches Zuleitungskabel
* Leitungsabschluss
* Kabelspleiß-Satz
* Kabelbinder
* Programmiermodul
* Netzteil
* Gehäuse

Folgendes Zubehör ist verfügbar:

* Audio-Modul
* Wetterstation
* Leitungsabschluss mit Selbsttestvorrichtung
* Armour-FLEX-Sensorkabel
* Schiebetor-Schnellkupplung
* Torüberbrückungsmodul
* Sensorkabel
* Programmiermodul
* Leitungsabschluss mit Schnellkupplung

Zweizonen-Prozessor

Abbildung 3-2 Zweizonen-Prozessor

Der Intelli-FLEX-Zweizonen-Prozessor ist mit der zur Überwachung von einer oder zwei unabhängigen Zonen erforderlichen Schalttechnik ausgerüstet. Diese beiden Zonen liegen in der Regel nebeneinander. Wird der Intelli-FLEXZweizonen- Prozessor zur Überwachung von zwei Bereichen eingesetzt, kann er Sensorkabel von einer Länge von 610 m (305 m je Zone) überwachen.

Unempfindliches Zuleitungskabel wird mit dem Sensorkabel verspleißt und über die an der oberen Seite der Prozessorkarte befindlichen F-Stecker an den Prozessor angeschlossen.
An den Anschlussblock im unteren Bereich der Prozessorkarte werden die Spannungsversorgung, eine Gefahrenmeldezentrale sowie sowie eineSelbsttestvorrichtung angeschlossen.
Die entsprechenden LEDs zeigen für die Zonen 1 und 2 die Überwachungs- und Einbruchalarme sowie den Status der Stromversorgung für das System an. Über eine Steckverbindung kann das Programmiermodul an den Prozessor angeschlossen werden.

Intelli-FLEX -Prozessoren mit Relaiskontakten können zusammen mit bestehenden E-Flex-Sensorkabelinstallationen verwendet werden. Sie können problemlos an die Stelle von bestehenden EIIA-, EIIAHR-, EIIB- und EIIBHRProzessoren eingesetzt werden.

Sensorkabel

Intelli-FLEX-Sensorkabel sprechen auf Vibrationen und Körperschall an. Da sie direkt an bestehenden Zäunen angebracht oder in Installationsrohren verlegt werden, welche an Zäunen montiert sind, werden alle Aktivitäten, die zu einer
Vibration des Zaungeflechts führen (z.B. Schütteln oder Schlagen des Zaunes) an das Sensorkabel weitergeleitet.
Diese Störungen erzeugen elektronische Signale, die die Zaunaktivitäten wiedergeben. Die Signale werden von den Sensorkabeln an den Prozessor weitergeleitet, der diese analysiert.

Zuleitungskabel

Das unempfindliche, koaxiale Zuleitungskabel erfasst keine Vibrationen. Es wird für die Übertragung der vom Sensorkabel erzeugten Signalen zum Prozessor benötigt.
Das Sensorkabel kann nicht direkt an den Prozessor angeschlossen werden. Daher muss ein Abschnitt des unempfindlichen Zuleitungskabels mit dem Ende des Sensorkabels verspleißt werden. Das Zuleitungskabel wird dann über einen FStecker an den Prozessor angeschlossen.
Das unempfindliche Zuleitungskabel wird auch zur Überbrückung von Toren oder Gebäuden verwendet. Dazu wird ein Abschnitt des Zuleitungskabels in das Sensorkabel im Bereich des Tores oder Gebäudes eingespleißt.

Leitungsabschluss

Der Leitungsabschluss SK-8 ist eine wetterfeste Abschlussvorrichtung, die einen Abschlusswiderstand enthält. Er wird am Zonenende an das Sensorkabel montiert. Alternativ steht ein Leitungsabschluss mit zusätzlicher Selbsttestvorrichtung zur Verfügung.


Abbildung 3-3 Leitungsabschluss

Kabelverspleißung

Bei der Kabelverbindungsvorrichtung SK-8 handelt es sich um eine wetterfeste Kabelverbindungsvorrichtung. Sie wird zur Verspleißung von unempfindlichem Zuleitungskabel mit Sensorkabel oder zur Verbindung von zwei Sensorkabeln verwendet.


Abbildung 3-4 Kabelverspleißung

Kabelbinder

UV-resistente Kabelbinder aus Nylon werden zum Anbringen von Kabeln, Leitungsbschlüssen und Kabelspleiß-Sätzen am Zaungeflecht verwendet.

Programmiermodul


Abbildung 3-5 Programmiermodul

Mit Hilfe des abnehmbaren Programmiermoduls kann der Betreiber den Systembetrieb sowie das Ansprechverhalten überprüfen und die Systemkonfiguration anzeigen oder ändern.

Stromversorgungsmöglichkeiten

Der Intelli-FLEX-Zweizonen-Prozessor kann auf zwei Arten mit Strom versorgt werden:

• Spannungsstabilisiertes Ladegerät für 12 V Gleichspannungsversorgung
• Zentral gelegene Stromquelle mit GS-Niederspannung

Spannungsstabilisierendes Ladegerät

Das spannungsstabilisierte Ladegerät ist die beste Lösung, wenn Netzspannung in der Nähe des Prozessors vorhanden und der Netzanschluss wettergeschützt ist.
Das Ladegerät wird einfach in die Wechselstromquelle gesteckt, und 12 V GS wird dem Prozessor zugeführt. Dies bietet sich häufig bei kleineren Installationen an, wo ein oder zwei Prozessoren eingesetzt werden. Das Ladegerät kann den Prozessor mit 12 V GS versorgen und gleichzeitig eine 12-Volt-Gel-Zellen-Batterie aufladen. Eine Batterie kann mit jedem Prozessor für USV verbunden werden.

Zentrale Stromquelle mit GS-Niederspannung

Eine zentrale Stromquelle mit GS-Niederspannung bietet sich dann an, wenn mehrere Prozessoren entlang eines größeren Perimeters installiert werden oder wenn der Netzanschluss in größerer Entfernung (einige hundert Meter) liegt. Bei dieser Option kann der Gleichstrom über eine zentral gelegene Stromquelle zu allen Prozessoren und sonstigen am Perimeter gelegenen Anlagen geführt werden. In dieser Konfiguration befindet sich die Wechselstromquelle im Innern eines Gebäudes, und der Ausgangsgleichstrom von 24 V (48Volt in großen Installationen) wird um den Perimeter herum zu jedem Intelli-FLEX-Prozessor
geführt. Die Netzspannung kann mit einer handelsüblichen unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) gesichert werden.

Der auf der Prozessorkarte angebrachte Gleichstromwandler arbeitet mit Eingangsspannungen von 18 bis 72 V GS und erzeugt eine konstante Ausgangsspannung von +12 V GS. Ein großer Spannungsabfall in der Stromzuführung stellt daher kein Problem dar. Die Speisespannung ist darüber hinaus zum Schutz des Prozessors gegen Überspannungen elektrisch getrennt.

Notstromversorgung (USV)

Wird eine zentral gelegene Stromquelle mit GS-Niederspannung eingesetzt, sollte diese von einer unterbrechungsfreien Stromversorgung gespeist werden. Ist ein USV-System nicht bereits Bestandteil des gesamten Sicherheitssystems, kann ein
kleines, autonomes USV-System zur Sicherung des Intelli-FLEX-Perimetersystems eingesetzt werden.
Jeder Intelli-FLEX-Prozessor verbraucht etwa 1 Watt, so dass der Stromverbrauch selbst bei größeren Anlagen sehr gering ist. Ein kleines USV-System, das für die 15- bis 20-minütige Versorgung eines PCs mit Strom ausgelegt ist (gewöhnlich 300 Watt), versorgt ein Intelli-FLEX-Perimetersystem mehrere Stunden lang mit Strom.

Gehäuse

Das wetterfeste Gehäuse nimmt die Prozessorkarte auf. Das Gehäuse kann an einer Mauer, einem Zaun oder einem Pfosten in der Nähe des Sensorbereichs angebracht werden.

Sonderausstattung

Audio-Modul-Karte


Abbildung 3-6 Audio-Modul

Über das Audio-Modul Modell LAM 800 kann man potentiell sicherheitsgefährdende Aktivitäten direkt am Perimeter abhören.
Ein Audio-Modul kann für die Beurteilung der Signale von einer oder zwei Zonen eingesetzt werden. Das Audio-Modul hat einen hochohmigen Ausgang zur Übertragung auch auf langen Leitungen (Zweidrahtleitung).
Das vom Kabel übertragene Audio-Signal kann durch einen Verstärker zu einem Lautsprecher in der Steuerzentrale geleitet werden. Ein Verstärker-Modul ist ebenfalls erhältlich, welches einen lokalen Lautsprecher von 4 oder 8 Ohm über den hochohmigen Leitungsausgang antreibt. Ein herkömmlicher, für Computer verwendeter Lautsprecher kann ebenfalls verwendet werden.

Wetterstation

An jeden Intelli-FLEX-Zweizonen-Prozessor kann zur Feststellung der örtlichen Witterungsbedingungen eine Wetterstation angeschlossen werden. Die Wetterstation bzw. der Wettersensor wird oberhalb des Zaunes in der Nähe des
Intelli-FLEX-Prozessors angebracht. Dieses Gerät ergänzt die von den Sensorkabeln erfassten Umgebungssignale. Der Intelli-FLEX-Prozessor berücksichtigt diese Wetterdaten bei der Auswertung der von den Sensoren in den Zaunkabeln abgegebenen Signale.

Leitungsabschluss mit Selbsttestvorrichtung

Bei der Vorrichtung EST-8GB handelt es sich um einen Leitungsabschluss mit Selbsttestvorrichtung, der anstelle des standardmäßigen Leitungsabschlusses SK-8 verwendet werden kann. Diese Vorrichtung dient zur Prüfung der Integrität des Systems. Der Leitungsabschluss mit Selbsttestvorrichtung arbeitet wie das standardmäßige Abschlusselement, mit der Ausnahme, dass er über eine Fernverbindung ein Testsignal erzeugt, wenn +5 bis +12 V GS an die im Intelli- FLEX-Prozessor befindlichen Selbsttesteingänge angelegt werden. Dies kann am Ort auch über das Programmier-Modul ausgeführt werden. Dieses Signal wird vom Ende des Sensorkabel bis zum Prozessor übertragen und löst einen Schneide- oder Kletteralarm aus.

Armour-FLEX™


Abbildung 3-7 Armour-FLEX im Detail

Armour-FLEX ist ein gepanzertes Intelli-FLEX-Sensorkabel für den Einsatz in Bereichen, in denen eine physische Beschädigung des Sensorkabels als möglich erachtet wird. Stellt möglicher Vandalismus ein Problem dar, sollte Armour-FLEX installiert werden.

Schiebetor-Schnellkupplung

Verwenden Sie bei selten benutzten Schiebetoren, die in eine Intelli-FLEX-Zone einbezogenen sind, die Schiebetor-Schnellkupplung EJ-8. Anhand dieser Vorrichtung kann das Tor in die Zaunüberwachung integriert werden, wobei das Tor durch Trennen der Kabelverbindung geöffnet und geschlossen werden kann. Bei jedem Öffnungsvorgang wird ein Überwachungsalarm ausgelöst.

Abbildung 3-8 Schiebetor-Schnellkupplung

Torüberbrückungsmodul

Das Intelli-FLEX-Torüberbrückungsmodul wird für die Öffnung eines überwachten Tors ohne Auslösung eines Einbruchalarms verwendet.
Das Modul kann scharf und unscharf geschaltet werden.Ist der Torbereich scharf gestellt, wird dasTor vom System überwacht. Es verhält sich wie jeder andere Abschnitt des geschützten Zaunes, und bei jedem Einbruchversuch wird ein Alarm ausgelöst. Ist das Modul unscharf gestellt, wird bei der Öffnung des Tores kein Alarm ausgelöst.


Abbildung 3-9 Lokales und fernbedientes Torüberbrückungsmodul


Es stehen zwei Torüberbrückungsmodule zur Auswahl:

• Modell 2490-1 - manueller (lokaler) Betrieb (Schlüsselschalter)
• Modell 2490-2 - Fernbetrieb (ferngesteuertes Relais)

Beide Modelle können mit Gefahrenmeldezentralen wie z.B. den Modellen Senstar 100, MCM-1000 oder Miniplex-3A von Senstar-Stellar eingesetzt werden.



4.0 Standortplanung


Abbildung 4-1 Muster eines Standortplans

Befolgen Sie unbedingt die Hinweise in diesem Kapitel, damit ein optimaler und störungsfreier Betrieb des Intelli-FLEX-Systems erreicht wird. Führen Sie regelmäßige Inspektionen der Anlage durch, damit gewährleistet ist, dass der Zaun in gutem Zustand beibehalten wird. Sofortige Reparaturen von Beschädigungen am Zaun, Vegetationsbekämpfung und regelmäßige Sichtprüfungen in allen Zonen gewährleisten über Jahre einen effektiven Betrieb.
Die Standortplanung setzt sich aus vier Hauptbereichen zusammen. Diese werden in den nächsten Abschnitten im einzelnen behandelt:
* Standortbegehung
* Sicherung vorhandener Strukturen
* Auslegung des Systems
* Bestimmung der gerätespezifischen Anforderungen

Standortbegehung

Vor der Installation jeglicher Systembestandteile sollte eine Begehung vorgenommen werden, um festzustellen, ob die Voraussetzungen für einen optimalen Betrieb des Intelli-FLEX-Systems gegeben sind. Dabei sollte das Hauptaugenmerk einer derartigen Standorterkundung dem Zustand der Umzäunung und denToren gewidmet werden, an denen die Sensorkabel angebracht werden.

Bei der Standortbegehung zeichnen Sie Folgendes in den Standortplan ein:
* Bestehende Strukturen (darunter Zäune, Tore, Gebäude usw.). Überprüfen Sie, dass die Flächen, an denen Geräte angebracht
  werden sollen, in puncto Stabilität den Vorschriften entsprechen.
* Hindernisse wie beispielsweise Vegetation

Sicherung bestehender Strukturen

In diesem Abschnitt werden die zur Sicherung verschiedenster Zaunarten erforderlichen Verfahren beschrieben, damit diese eine ausreichende Barriere gegen Überklettern oder Hindurchkriechen darstellen.
Wenn die an Ihrem Standort installierte Zaunart hier nicht beschrieben wird, wenden Sie sich bitte an uns.

Zäune


Abbildung 4-2 Zaunarten

Der Zaun sollte von ausreichender Höhe und in gutem Zustand sein, um eine wirksame Barriere gegen Eindringen durch Klettern darstellen. Es wird darüber hinaus empfohlen, den Zaun im oberen Bereich mit einer zusätzlichen Sperrvorrichtung wie Stacheldraht oder Stacheldrahtrolle zu versehen. Wie bei allen Zaunüberwachungssystemen stellt der Zustand der Umzäunung den
wichtigsten Aspekt für den störungsfreien und effizienten Betrieb des Intelli-FLEX- Sensors dar. Löcher im Zaun oder loses Zaungeflecht hemmen die Übertragung der Zaunvibrationen an das Sensorkabel. Der Zaun muss ordnungsgemäß installiert, gewartet und gespannt sein, damit eine effektive Detektion mit dem Intelli-FLEX-Sensorsystem möglich ist. Der Zaun sollte darüber hinaus von einheitlicher Höhe und Qualität sein. Dieser Abschnitt soll in erster Linie eine Hilfestellung zur Ausschaltung oder zumindest Minimalisierung von umweltbedingten Geräuschquellen sein, die durch den Zustand des Zaunes verursacht werden.
Wird ein neuer Zaun installiert oder werden Abschnitte des Zaunes erneuert, empfiehlt es sich, dabei so zu verfahren, dass eine einzelne Zone nur eine Zaunart umfasst.

Maschendrahtzäune

Maschendrahtzäune gehören zu den gebräuchlichsten Umzäunungsarten. Intelli-
FLEX wird daher häufig an bestehenden Maschendrahtzäunen angebracht.

Das Maschendrahtgewebe sollte folgende Mindestanforderungen erfüllen:

* Zaunstruktur mit ca. 3,78 mm Drahtstärke aus verzinktem Stahl, 2,5 bis 7,5 cm  Maschenweite (oder verschweißtes Drahtgeflecht).
* Das Zaungeflecht muss klapperfrei befestigt sein. Der Zaun sollte so gespannt sein, dass die Auslenkung max. 5,0 cm beträgt,
   wenn eine Zugkraft von 14 kg quer zur Mitte eines Zaunabschnitts angelegt wird.
* Ziehen Sie sämtliche Befestigungselemente sorgfältig an. Das Zaungeflecht darf an keiner Stelle einen Spielraum aufweisen.

Jede Bewegung des Zaunes, bei der Metall auf Metall stößt, kann einen Störalarm auslösen. Zur Aussteifung des Zaungewebes kann man horizontal Spanndrähte installieren. Diese Drähte sollten an jedem Pfosten befestigt werden, damit beim Drücken auf das Zaungewebe keine wahrnehmbaren Bewegungen zwischen dem Draht und dem Pfosten entstehen. Hierzu verwendet man Drahtbinder oder Metallbänder.

Zäune aus verschweißtem Drahtgeflecht

Zu den gebräuchlichen Umzäunungsarten aus Metallgewebe gehören auch Zäune aus verschweißtem Drahtgeflecht. Ein Zaun aus verschweißtem Drahtgeflecht besteht in der Regel aus Stahldraht von 3 mm Stärke, der zu einem Gitternetz verschweißt wird. Dabei weicht der horizontale Abstand von dem vertikalen ab.
Diese Zaunabschnitte werden jeweils am Zaunpfosten, an einer oberen und einer unteren Schiene sowie an den angrenzenden Zaunabschnitten befestigt. Die Zaunabschnitte von Zäunen aus verschweißtem Drahtgeflecht werden entweder miteinander verschweißt oder mit Hilfe von Klammern, Schrauben oder Nieten miteinander verbunden. Sorgen Sie dafür, dass die verschweißten Zaungeflechtabschnitte fest sowohl mit dem Befestigungspfosten und als auch untereinander verbunden sind.
Dank ihrer Konstruktion können Zäune aus verschweißtem Drahtgeflecht nicht so leicht überklettert werden. Außerdem muss man, wenn man ein menschengroßes Loch einschneiden will, mehr schneiden als bei herkömmlichen Maschendrahtzäunen.

Palisadenzäune

Wie wirksam ein an dieser Zaunart angebrachtes Intelli-FLEX-System ist, hängt vollkommen von den Merkmalen und der Konstruktion des einzelnen Zaunes ab.

Es gibt mehrere Arten von Palisadenzäunen.

Herkömmliche Palisadenzäune bestehen aus vertikalen Metallpfählen, die mit horizontal verlaufenden Verstrebungen verschweißt, vernietet oder verschraubt sind. Diese werden wiederum von Metallpfosten gehalten. Manche Palisadenzäune weisen eine horizontal verlaufende Verbindungsrohrschiene auf. Diese Schiene eignet sich für die Montage des Kabels, sie versteckt das Kabel und schützt es gegen unbefugte Eingriffe und potentielle Schäden. Anders als Maschendrahtzäune oder Zäune aus verschweißtem Drahtgeflecht
weisen Palisadenzäune entlang der gesamten Umzäunungslinie einschließlich der Ecken eine einheitliche Konstruktion auf. Ordnungsgemäß errichtete Palisadenzäune leiten Vibrationen effektiv weiter, und jeder Versuch, in den Zaun einzuschneiden, wird erfasst.
Da der Zaun starr ist, verursachen Eindringlinge, die versuchen, den Zaun überklettern, weniger Lärm und Vibrationen als ein Maschendrahtzaun. Der Zaun spricht auch weniger auf Wind und Regen an. Daher kann der Vorverstärker des Prozessors höher eingestellt werden als bei einem Maschendrahtzaun.
Vor der Installation eines gesamten Systems wird die Durchführung vonTestreihen an dem betreffenden Palisadenzaun empfohlen, damit man feststellen kann, ob die Erfassung von Kletterversuchen den spezifischen Anforderungen entspricht.

Zur Evaluierung der bei Ihnen vorliegenden standortspezifischen Bedingungen wenden Sie sich bitte an Ihre nächste Geschäftsstelle von Senstar-Stellar.

Stacheldrahtrolle

Das Intelli-FLEX-Sensorkabel kann an einer Stacheldrahtrolle angebracht werden.
Stacheldrahtrollen werden in der Regel auf Mauern oder Zäunen oder neben Zäunen eingesetzt. Es ist jedoch gewöhnlich nicht erforderlich, das Sensorkabel an einer Stacheldrahtrolle anzubringen, die an einem gesicherten Maschendrahtzaun befestigt ist.

Die Stacheldrahtrolle muss gut befestigt werden, damit sie sich im Wind nicht bewegt. Die Spirale kann mit Spanndraht befestigt werden, was auch verhindert, dass sich die Rolle abtrennt, wenn sie durchgeschnitten wird.

Zaunausleger


Abbildung 4-3 Stacheldrahtträger mit Verankerungsstützen

Viele Zäune und Mauern sind zur Abschreckung gegen Kletterversuche mit Stacheldrahtträgern versehen. Diese Träger müssen fest angebracht sein, damit umweltbedingte Einflüsse keine Bewegungen verursachen. Jeder Draht in dem  Träger sollte straff gespannt und an jeder Halterung fest angebracht werden. Installieren Sie Verankerungsstützen zwischen den Trägerverstrebungen, damit
die Stacheldrähte nicht auseinander klaffen.

Sämtliches Material des Auslegers sollte die nachstehenden Mindestanforderungen erfüllen:

* Alle auf den Pfostenspitzen aufgesetzten Auslegerarme oder Träger müssen formschlüssig befestigt oder punktverschweißt sein.
   Das Zaunmaterial darf weder lose noch locker sein und muss andernfalls entfernt werden.
* Die Verwendung von Stachelband empfiehlt sich NICHT, da es schwierig ist,    derartige Bänder so anzubringen, dass sie keine
   Geräusche entwickeln. Bei Verwendung von Stachelbändern muss daher jede Anstrengung unternommen werden, die durch die
   Bewegungen des Stachelbandes erzeugten Geräusche auf ein  absolutes Mindestmaß zu bringen. Dazu muss das Stachelband an
   bestimmten Stellen, wo die Bewegung des Stachelbands eine Berührung mit dem Zaungeflecht  zur Folge haben könnte, mit
   speziellen Bandschellen befestigt werden.

Andere Strukturen

Das Intelli-FLEX-System ist in der Vergangenheit mit anderen Zaunkonstruktionen eingesetzt worden. Es wurde zur Erfassung von Durchbrüchen an Holzzäunen oder Innenwänden, zur Erfassung von Kletterversuchen in Installationsrohr entlang der Oberseite von Beton- oder Ziegelwänden, zum Schutz von empfindlichen Datenkabeln entlang von Kabelisolierrohren und selbst im Handlauf einer Jacht angebracht, um ein Eindringen in die Jacht zu erfassen, während diese vertäut ist.

Sicherung bestehender Strukturen

Für Hinweise zur Installation von Intelli-FLEX an Schmiedeeisen oder anderen Zaunarten, die in den Sicherheitsbereich an Ihrem Standort miteinbezogen werden sollen, wenden Sie sich bitte an Senstar-Stellar.

Tore

In die Umzäunung eingelassene Tore und Gatter sollten eine formfeste Materialstruktur mit den erforderlichen horizontalen und vertikalen Querverstrebungen aufweisen, die eine angemessene Auflage für die sichere Befestigung des Zaungeflechts und der Zubehörteile darstellen. Bei der Überprüfung von Toren und Gattern sollte man folgendes berücksichtigen:
• Alle Eisenteile für das Tor müssen fest angebracht werden (minimalster Spielraum und Verschleiß)
• Doppeltore müssen mit Stoppvorrichtungen (starren Verankerungen) versehen sein
• Sperrvorrichtungen dürfen sich im Wind nicht bewegen.
• Bei Schiebetüren dürfen die für die Führung erforderlichen Eisenteile, Stützen,
  Führungsschienen usw. nicht im Wind klappern.

Die einzelnenTorarten wie Einzel- und Doppeltore sowie Schiebetore werden in diesem Handbuch behandelt.

Hindernisse

Die gesamte Vegetation wie Unkraut, Büsche und Bäume muss aus dem Zaunbereich entfernt werden. Sie darf mit dem Zaungewebe in keiner Weise in Berührung kommen oder darüber hängen.
Alle anderen Objekte, die ein Rasseln verursachen oder den Betrieb der Sensorkabels sonstig beeinflussen, müssen vom Perimeter entfernt werden.

Wetter

Die örtlichen Witterungsbedingungen wie z.B. häufiges Auftreten von Gewittern, hoher Niederschlag und starke Winde müssen bei der Programmierung des Intelli-FLEX-Systems möglicherweise berücksichtigt werden. Bestimmen Sie die normalen Witterungsbedingungen für Ihren Standort. Wird festgestellt, dass Ihr Standort von harschen Witterungsbedingungen betroffen ist, müssen Schneideversuchzähler (Cut Count) und Kletterzeit (Climb Time) um 1 bis 2 Einheiten erhöht werden. 

Richtlinien für die Auslegung des Systems

Entsprechen die zu überwachenden Strukturen (z.B. Zäune, etc.) den Spezifikationen, kann man mit der Auslegung des Systems beginnen. Die Auslegung aller Intelli-FLEX-Komponenten ist in diesem Abschnitt detailliert beschrieben. Hier finden Sie die Informationen, die Sie für die Planung eines wirksamen Intelli-FLEX-Systems benötigen.

Verwenden Sie einen Standortplan zur Kennzeichnung der Intelli-FLEXKomponenten wie folgt:

* Sensorkabel - geben Sie den Verlauf des Kabels in jeder Zone an
* Zuleitungskabel - geben Sie den Verlauf des Kabels in jeder Zone an
* Intelli-FLEX-Prozessoren
* Sonderausstattung
* Kabelverbindungselemente - geben Sie die Art der Verbindung (Verspleißung, Leitungsabschluss, Leitungsabschluss mit
   Selbsttestvorrichtung) an.
* Stromversorgung - geben Sie die Art der Stromversorgung und die Stromverteilung an
* Verdrahtung der Kommunikationssysteme Richtlinien für die Kabelverlegung. Dieser Abschnitt enthält die Informationen, die zur
   Bestimmung der für die Installation erforderlichen Kabellängen benötigt werden. Die Montagerichtlinie befinden sich in Kapitel 5
   unter Montageanleitungen.

Bei der Bestimmung der Kabellängen sollte man folgendes berücksichtigen:

* Das Sensorkabel muss in jeder Zone auf der gleichen oder einer ähnlichen Oberfläche angebracht werden, z.B. auf der gleichen Art
   von Zaun.
* Das Sensorkabel darf je Zone maximal 305 m lang sein und kann vor Ort nach Bedarf zurechtgeschnitten werden. Behalten Sie
   dabei die sich aus Sensorkabel und Zuleitungskabel zusammensetzende Gesamtlänge des Kabels im Auge.
* Der Mindestbiegeradius des Intelli-FLEX-Sensorkabels beträgt 7,5 cm. Der Radius ist größer bei Kabeln, die in Installationsrohr
   verlegt werden und richtet sich nach der Art des verwendeten Rohrs.
* Das Sensorkabel sollte an der Umzäunung bzw. der Oberfläche angebracht  werden, wo Eindringungsversuche erfasst werden
   sollen.
* Damit die gesamte Zone ein einheitliches Ansprechverhalten aufweist, sollte das  Sensorkabel der Bodenkontur folgen und dabei
   fortwährend in einheitlicher Höhe über der Erde verlegt werden.

Zaunhöhe


Abbildung 4-4 Kabelhöhe Empfehlungen

Es wird, je nach der Höhe des Zaunes, die folgende Kabelverlegung empfohlen:

* Bei Zäunen bis zu 2,5 m Höhe - eine einzelne Sensorkabelleitung
* Bei mehr als 2,5 m hohen Zäunen oder bei vinylbeschichteten Maschendrahtzäunen - eine doppelte Sensorkabelleitung. Das Kabel
   wird etwa in 1/3 und 2/3 Höhe des Zaunes angebracht.
* Bei mehr als 4 m hohen Zäunen - eine drei- oder vierfache Sensorkabelleitung. Dies hängt vom Zaungewebe und der Zaunstruktur
   sowie dem geforderten Sicherheitsniveau ab. Die Kabel sollten in gleichbleibenden Abständen angebracht werden.

Palisadenzäune

Bei Palisadenzäunen sollte das Sensorkabel in einem rechteckig verlaufenden Wellenmuster verlegt werden, wobei die oberen und unteren Bereiche entlang der oberen bzw. mittleren Verstrebung montiert werden sollten. Bei Palisadenzäunen, die höher als 2 m sind, wird eine andere Methode der Kabelverlegung empfohlen. Derartige Zäune weisen in der Regel drei horizontale Verstrebungen auf.


Abbildung 4-5 Kabelmontage an Palisadenzäunen

Richtlinien für die Auslegung des Systems

Anordnung bei Auslegern

Beträgt bei einem Stacheldrahtträger der Abstand zwischen den Stacheldrähten weniger als 10 cm, wird das Sensorkabel im Sägezahnmuster verlegt.


Zaunpfosten

Eckpfosten sind in der Regel robuster als herkömmliche Stützpfosten und häufig mit Verankerungsstreben versehen. An den Stellen verursacht der Versuch eines Eindringlings, den Zaun zu überklettern, weniger Vibrationen als an anderen Stellen entlang des Zaunverlaufs.
Geben Sie hier zusätzliches Sensorkabel hinzu, um das Ansprechverhalten an Eckpfosten zu erhöhen und um Wartungsschleifen einzurichten. (Seihe auch Wartungsschleifen)
Anders als Maschendrahtzäune oder Zäune aus verschweißtem Drahtgeflecht sind Palisadenzäune entlang des gesamten Zaunverlaufs einschließlich der Ecken durch eine einheitliche Konstruktion gekennzeichnet. Daher wird an die Sensorkabelverlegung an den Ecken keine besonderen Anforderungen gestellt.

Wartungsschleifen


Abbildung 4-7 Wartungsschleife

Wartungsschleifen stellen zusätzliches Kabel zur Verfügung, so dass Reparaturen an beschädigtem Kabel ohne Einspleißen von zusätzlichem Kabel möglich sind. Etwa alle 15 m bis 61 m sollte man entlang des Kabelverlaufs zusätzliche 1,5 m bis 3 m Kabel für eine Wartungsschleife hinzufügen. Die u-förmige Wartungsschleife sollte, wenn immer möglich, an einem Zaunpfosten angelegt werden. Aufgrund der Beschaffenheit des Sensorkabels kann es u.U. schwierig sein, Wartungsschleifen an einem Palisadenzaun anzulegen.

Kondensatschleifen


Abbildung 4-8 Kondensatschleife

An jeder Kabelverbindung muss eine Kondensatschleife angelegt werden, die verhindert, dass sich Wasser in der Gelschale des Leitungsabschlusses sammelt. Darüber hinaus werden thermische Spannungen auf den Spleiß verhindert, die durch Temperaturschwankungen verursacht werden. Eine Kondensatschleife legt man an, indem man die Kabelverbindung ca. 15 cm
oberhalb des Kabelverlaufs anbringt. Circa 15 cm Kabel sollten für jede Kondensatschleife berechnet werden.

Unempfindliches Zuleitungskabel

In der folgenden Tabelle ist die maximale Länge des Zuleitungskabels bei einer Länge von 305 m Sensorkabel angegeben.

Art des Zuleitungskabels Maximale Länge

RG-59/U, 69 PFM/m               116 m
RG-62/U, 43 PFM/m               186 m

Tabelle 4-1 Länge des unempfindlichen Zuleitungskabels,

Das Zuleitungskabel sollte einen festen Mittelleiter von 0,6 mm Durchmesser aufweisen, damit es in den koaxialen F-Stecker am Prozessor passt.
Beim Aufstellen des Prozessors muss man in bezug auf den Abstand zum Sensorkabel berücksichtigen, dass der Länge des unempfindlichen Zuleitungskabels durch die Kapazitanz des jeweiligen Koaxialkabels Grenzen gesetzt sind.

Torüberbrückung

Ist ein Tor Bestandteil einer Intelli-FLEX-Sensorzone, muss das unempfindliche Zuleitungskabel innerhalb der jeweiligen Zone lang genug sein, damit dasTor überbrückt und der Prozessor an das Sensorkabel angeschlossen werden kann.


Abbildung 4-9 Torüberbrückung

Richtlinien für die Auslegung des Systems wird folgendermaßen berechnet:

Länge des Überbrückungskabels = (Torbreite + 2 x 15 cm) + (2 x Anbringungshöhe  des Sensorkabels) + (2 x 45 cm)
Bei einem Doppeltor muss bei Verwendung des Torüberbrückungsmoduls die Länge verdreifacht werden.
Die Gesamtlänge des Zuleitungskabels in einer Zone darf die in Länge des unempfindlichen Zuleitungskabels (Seite 4-11) angegebene Länge nicht überschreiten.
Das Überbrückungskabel sollte in einem Installationsrohr aus PVC unterirdisch verlegt werden.

Die Länge des Installationsrohrs aus PVC errechnet sich wie folgt:

Länge des Installationsrohrs für das Überbrückungskabel = (Torbreite + 2 x 15 cm  + (2 x 45 cm ) Installationsrohr
Das Sensorkabel für das Intelli-FLEX-System kann in verschiedenen Arten von Installationsrohr verlegt werden. Der offensichtliche Vorteil dieser Methode liegt darin, das Kabel gegen Beschädigungen und Vandalismus sowie gegen die Sonne und witterungsbedingte Einflüsse zu schützen. Man kann entweder Installationsrohr aus PVC oder Metall verwenden. Dabei sollte man bestimmte Dinge berücksichtigen. Die folgenden vier Arten von Installationsrohr sind in Verbindung mit Intelli-FLEX-Sensorkabel mit gutem Ergebnis getestet worden. Es kann jedoch fast jede Art von Installationsrohr verwendet werden: Wartungsschleifen sind bei der Verwendung von Installationsrohr nicht praktikabel.

* Armour-FLEX - standardmäßiges Produkt, das über Senstar-Stellar erhältlich ist. Es handelt sich um ein biegsames, aus sehr
   hartem Metall hergestellten Kabel.

* Installationsrohr aus unbiegsamem Stahl - Herkömmliches Installationsrohr aus schwerem Stahl, das im Elektro-Fachhandel
   erhältlich ist.

* Dünnwandiges Installationsrohr aus Aluminium - Leichter und kostengünstiger als Installationsrohr aus Stahl und doch eine
   wirksame Lösung.

* Installationsrohr aus PVC - Kosteneffektiv und leicht zu installieren. Es kann  problemlos um Ecken herum und entlang der
   Sensorkabelroute geführt werden. Man sollte in jedem Fall eine UV-resistente Ausführung wählen. Für diese Art von Installation ist
   PVC der Klasse 125 vorzuziehen. Bei  Installationen, in denen das Sensorkabel möglicherweise abnormalen Beschädigungen
   ausgesetzt ist, kann man als zusätzlichen Schutz PVC der Klasse 40 einsetzen.

Armour-FLEX ist ein Intelli-FLEX-Kabel, das von einem biegsamen Stahlmantel umgeben ist. Es wird ähnlich wie Installationsrohr verlegt. Zur Befestigung von Armour-FLEX werden Kabelbinder aus Stahl oder Drahtschlaufen empfohlen. Da das Armour-FLEX ziemlich starr ist, sind Wartungs- und Kondensatschleifen nicht praktikabel. Der Biegeradius ist durch die Steifheit des gepanzerten Mantelseingeschränkt.

Armour-FLEX ist in Längen von 90 m erhältlich. Mehrere dieser Längen können miteinander verspleißt werden, so dass man eine 305 m lange Zone erhält. Armour-FLEX muss mit Hilfe von Verteilerdosen verspleißt werden.

Richtlinien für die Aufstellung des Prozessors

Der Intelli-FLEX-Prozessor ist mit der für die Überwachung von zwei unabhängigen, nebeneinander liegenden Zonen erforderlichen Schalttechnik ausgerüstet. Im allgemeinen sind der Anzahl der in einem System eingesetzten Prozessoren keine Grenzen gesetzt. Die Intelli-Flex-Prozessoren sind für die Außenmontage auf Pfosten vorgesehen. Sie sollten nicht an den Pfosten des zu überwachenden Zauns montiert werden. Der Prozessor sollte in Sensorkabelnähe angebracht werden, um das Prüfen, die Kalibrierung und die Geräuschunterdrückung zu vereinfachen.

Für Freilandanwendungen eignet sich ein von der Zaunlinie rund einen Meter abgesetzter fest eingelassener Pfosten. Der maximale Abstand vom Zaun, der bei der Montage des Prozessors eingehalten werden sollte, richtet sich nach der Länge des unempfindlichen Zuleitungskabels. Siehe Länge des unempfindlichen Zuleitungskabels.

Die Prozessoren sollten grundsätzlich auf der geschützten Innenseite der Umzäunung angebracht werden. Für die Installation eines jeden Prozessors muss ein Anschluss an einem geeigneten Erdungsstab vorhanden sein.


Abbildung 4-10 Aufstellung eines Prozessors

Verwenden Sie NICHT den Zaun als Erdung.

Die Befestigungsteile für die Montage des Gehäuses sind bauseits zu stellen.

WS- oder GS-Netzverkabelung

Das spannungsstabilisierente Ladegerät sowie das 24 V GS-Netzteil benötigen Netzspannung. Für die Spannungsverteilung und die Installation von Stromunterbrechern muss an den Stellen, an denen ein Prozessor montiert ist, möglicherweise ein separates Gehäuse angebracht werden, wenn die Netzspannung von 230 V durch das Freiland zu einer Stelle in der Nähe der Prozessoren geführt wird. Normalerweise wird 24 V Gleichspannung zu den Prozessoren geführt, wenn in der Nähe keine Netzspannung zur Verfügung steht.

In Gebieten, in denen die Netzspannung entweder nicht stabil oder zuverlässig ist, sollte eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) in Verbindung mit dem 24 V GS-Netzteil ins Auge gefaßt werden. Siehe auch Stromquelle.

Alarmüberwachung

Der Prozessor ist sowohl mit Einbruchs- als auch Sabotage- und Störungsalarmrelais für jede Zone ausgestattet. Diese Relais werden an Gefahrenmeldezentralen angeschlossen.

Hinweise zur Erdung

Für den Intelli-Flex Sensor muss ein getrennter Erdungsanschluss vorgesehen werden. Ein solcher Erdungsanschluss muss für jeden Prozessor vorhanden sein.
An der Stelle, an der der Prozessor angebracht ist, ist ein stabiler Erdschluss erforderlich, über den das gesamte System geerdet wird. In den meisten Fällen wird ein angemessener Erdungsanschluss erzielt, indem ein Kupferstab von mindestens 2,5 m Länge in den Boden getrieben wird.

Audio-Modul

Das Audio-Modul ist mit hochohmigen Ausgängen für 2 Zonen zur Übertragung auf eine lange Leitung ausgestattet. Das Audio-Modul benötigt eine Zweidrahtleitung. Das Kabel hat einen Durchmesser von 22 awg (amerikanische Einheit für Drahtdurchmesser), 221 PFM/m und ist mit zwei individuell abgeschirmten symmetrischen Leitungen ausgestattet. Ein Verstärker-Modul ist
erhältlich, das einen lokalen Lautsprecher von 4 oder 8 Ohm über den hochohmigen Leitungsausgang antreibt.
Lautsprechersysteme wie solche, die für die Soundkarte eines PCs verwendet werden, sowie Kassettenrecorder können ebenfalls benutzt werden.

Wetterstation

Die Wetterstation sollte oben auf einem Zaunpfosten, und zwar zwischen den beiden Zonen für den jeweiligen Prozessor angebracht werden. Bei einer einzelnen Zone wird die Wetterstation zwei oder drei Zaunfelder von dem Prozessor entfernt in Richtung Zone angebracht. Wird der Prozessor in Innenräumen aufgestellt, sollte das Gerät ziemlich weit vom Gebäude entfernt innerhalb der Zone montiert werden. Der obere Teil der Wetterstation sollte über das Zaungeflecht hinausragen. Dabei kann es sein, dass sich das Gerät inmitten einer Stacheldrahtspirale befindet. In dem Fall muss dafür gesorgt werden, dass der Stacheldraht bei Wind oder Regen nicht mit dem Gerät in Berührung kommt. Bringen Sie das Kabel fest am Zaun und an der Unterseite des Gehäuses an. Nehmen Sie die Anschlüsse an die jeweiligen Endgeräte entsprechend der der Wetterstation beiliegenden Montagediagramme vor.

Kabelverbindungen


Abbildung 4-11 Kabelverbindungen

Der Spleiß-Satz SK-8 wird zur Verbindung von zwei Kabeln innerhalb einer Zone verwendet, d.h. eines Sensorkabels an ein anderes Sensorkabel oder an ein unempfindliches Zuleitungskabel. Es wird mit zwei Kabelbindern horizontal an einem Zaunpfosten oder am Zaungeflecht befestigt.

Die Leitungsabschlussvorrichtung SK-8 wird am Ende einer Zone zur Überwachung des Sensorkabels angebracht. Es wird mit von zwei Kabelbindern horizontal an einem Zaunpfosten oder am Zaungeflecht befestigt.

Leitungsabschluss mit Selbsttestvorrichtung

Das Modell EST-8GB ist ein Leitungsabschluss mit Selbsttestvorrichtung. Es kann anstelle des Widerstandes von 1 MOhm im Leitungsabschluss SK-8 verwendet werden, wenn die Selbsttestvorrichtung benötigt wird.

Stromquelle

Die Auswahl der Stromquelle erfolgt, nachdem die Lage und Anzahl der Prozessoren festgelegt wurde. Bei der Stromversorgung für den Prozessor stehen zwei grundlegende Möglichkeiten zur Auswahl.

* Das spannungsstabilisierte Ladegerät ist geeignet für Anlagen, die mit einem oder zwei Prozessoren ausgestattet sind.

* Bei größeren Bereichen ist eine zentral gelegene Stromquelle mit GSNiederspannung vorzuziehen. Diese kann, je nach den 
  gegebenen Voraussetzungen, 24 oder 48 V GS  liefern.

In abgelegenen Bereichen muss möglicherweise eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (UPS) als die primäre Stromquelle verwendet werden.